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SCHÜTZENKÖNIG 2011

Königspaar 2011 : Tilo Kochsiek + Eva Krause

Der doppelte König

Kronprinz macht sich zum ordentlichen Regenten der Oerlinghauser Schützen

VON SUSANNE LAHR

Oerlinghausen. Zum Schluss geht es dann doch schnell. Um 10.34 Uhr zerlegt Thilo Kochsiek den Restadler im Kugelfang in seine Einzelteile und schickt ihn zu Boden. Übrigens haargenau zur gleichen Minute wie es im Vorjahr Hans-Jörg Stisser getan hat. Zu Beginn des Vogelschießens sieht es hingegen noch so aus, als wolle keiner der grau-grün Befrackten die Königswürde tragen wollen.

Nur zögerlich treten einige Schützen an die von Schießoffizier Frank Unterkötter geladene Flinte. Haben sie doch als frühere Schützen- und Bierkönige von Zuhause aus im Prinzip Startverbot. Mit dem 27. Schuss holt sich Tobias Linnenbürger den Apfel. Nur vier Knaller später ist der hölzerne Aar sein Zepter los. Frank Becker, der auch Vorsitzender des Schützenkreises Bielefeld ist, holt sich diese Prinzenwürde.

Danach müssen zahlreiche Brennekes durchs Rohr gejagt werden, bevor Thilo Kochsiek mit dem 76. Schuss die Krone trifft. Anschließend herrscht wieder Bewerberflaute. Hier ein Span, dort ein Span. Die Beratungsintensität im Hause Kochsiek nimmt zu. Denn sollte sich kein König finden, avanciert der Kronprinz automatisch zum Regenten für das kommende Schützenjahr.

Schließlich gibt es grünes Licht von Gattin Annabelle, und Thilo Kochsiek legt nun ein ums andere Mal auf den Vogel an. Schließlich möchte er ein ordentlicher König sein. Mit dem 170. Schuss ist es schließlich soweit, seine zahlreichen Untertanen und die Vümpfte, der Kochsiek ebenfalls angehört, können jubeln. Miterleben dürfen diesen besonderen Moment auch befreundete Soldaten des 7. Transportregiments der britischen Armee. Sie haben etwas länger gebraucht, um den Weg von der Bielefelder Catterick-Kaserne in die Bergstadt zu finden. Erst standen sie fälschlicherweise vor dem Rathaus in Bielefeld, dann vor dem in Heepen, bevor sie zur MSKK-Schau den Steinbült erreichen.

Zu seiner Königin erwählt der 41-jährige Thilo Kochsiek Eva Krause (44). Zum Schießen aufs Fass tritt die Vümpfte in der Folge geschlossen an. Bierkönig wird Jochen „Obi“ Oberdieck, der Irmtraud Niemann an seine Seite holt.

© 2011 Neue Westfälische
05 – Bielefeld mit Oerlingh.-Leopoldsh., Dienstag 05. Juli 2011

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BILDER/ FOTOSTRECKE der NW :

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BLICK VOM steinBÜLT – Info-Zeitung der OSG

BLICK VOM SteinBÜLT – Seite 1

Seite 2

Seite 3

Seite 4

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Generalvers.2011- NW 31.01.

Aus zwei mach drei

Oerlinghausens Schützen tagen bis in den frühen Morgen

VON KARIN PRIGNITZ

Der Vorstand der Oerlinghauser Schützen hat sich neu formiert. Kristian Hoffmann (56) steht künftig als 1. Vorsitzender an der Spitze der momentan 1.051 Mitglieder zählenden Gesellschaft. Zu seinem Stellvertreter wurde Christian Landerbarthold (35) ernannt. Den repräsentativen Part übernimmt der neue Oberst Jens Hartmann.Konnten diese Personalien einigermaßen zügig geklärt werden, so gingen einer anderen Entscheidung langwierige Diskussionen voraus. Am Ende stimmten dennoch 163 der 176 Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung für eine Satzungsänderung. Waren die Posten des 1. Vorsitzenden und des Oberst bislang in Personalunion besetzt gewesen, so besteht nach der neuen Fassung nun die Möglichkeit der Ämtertrennung. Zugleich kann aber auch zum alten Modus zurückgekehrt werden.Die Notwendigkeit einer Änderung der Satzung hatte sich nach dem plötzlichen Tod von Reiner Köster ergeben. Weil sich niemand fand, der wie Köster und seine Vorgänger beide Positionen übernehmen konnte und wollte, hatte der engere Vorstand nach ausführlichen Beratungen mit den Offizieren und Unteroffizieren mit Hilfe des Notars Dr. Horst Rodekamp die alte Satzung überarbeitet. Neu ist außerdem, dass der Verein künftig nur noch von mindestens zwei Vorstandsmitgliedern vertreten werden kann.Leidenschaftlich diskutiert wurde auch über eine Beitragsanpassung. Sie ging letztlich ebenfalls durch. Herren zahlen ab sofort 40 statt 31 Euro Jahresbeitrag, weibliche Mitglieder 20 statt bisher 15, Kinder und Jugendliche 10 statt 9 Euro. Längst nicht mehr alle Teilnehmer waren bei dieser Abstimmung anwesend, denn die Jahreshauptvesammlung zog sich über viereinhalb Stunden bis nach Mitternacht. Volker Niestrath hatte da bereits scherzeshalber vorgeschlagen, der neue Vorstand möge doch überlegen, die Generalversammlungen auf zwei Tage zu verteilen. „Mit Feldbetten hinter der Bühne“, wie Kristian Hoffmann augenzwinkernd anfügte.Bis zuletzt zog sich die Auszählungsvorgang der Wahlen zum erweiterten Vorstand. Nach mehrmaliger Kontrolle stand das denkbar knappe Ergebnis fest. Neben Alfons Guckel, Frank Unterkötter, Wolfgang Blume, Christian Mohrenstecher und Rüdiger Zirbs gesellen sich die neu gewählten Offiziere Daniel Schollmeyer, Robin Grote, Wolfgang Hanning und Jürgen Mester hinzu. Letzterer erhielt 57 Stimmen, Sören Gröte scheiterte mit 56 Stimmen.

Verabschiedet wurde Günter Tyzack. Elf Jahre und 364 Tage hat er an der Spitze des Unteroffizierscorps gestanden, sich um die Arbeitseinsätze gekümmert. Sein Herz, betonte Tyzack, habe vor allem am Kinderschützenfest gehangen. „Wir sind stolz auf deine Leistung“, zollte Kristian Hoffmann Respekt für großen ehrenamtlichen Einsatz. Als neuer Leiter wurde Markus Höhne (40) willkommen geheißen.


Geschäftsführer Klaus Meschede bestätigte, dass die Vorbereitungen für das Schützenfest vom 2. bis 4. Juli 2011 in vollem Gange sind. Am Samstag sollen die „Emsperlen“ im Festzelt aufspielen. Statt einer Kapelle soll am Sonntag und Montag erstmals DJ Werner Pahlsmeyer aus Rietberg für heiße Rhythmen sorgen. Die Après-Ski-Party steigt am 19. März. Am 2. April soll der ausgefallene Schützenball in der Mensa des Gymnasiums nachgeholt werden.

© 2011 Neue Westfälische
Bielefelder Tageblatt (OH), Montag 31. Januar 2011
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Führungswechsel im Uffz-Korps

Der langjährige 1. Vorsitzende, Günter Tyzack, ist zurückgetreten und hat sein Amt in  jüngere Hände geben.

Die Unteroffiziere wählten Markus Höhne , „Spieß“ der 1. Kompanie, zum neuen 1. Vorsitzenden des Unteroffiziers- Korps.

Günter Tyzack wurde zum Ehrenvorsitzender des Unteroffiziers-Korps ernannt. Er hat dieses 12 Jahre geleitet und während dieser Zeit sehr viel die Schützengesellschaft und im Besonderen für das Kinderschützenfest getan.

Herzlichen Dank Günter für Alles, was Du für unsere Gesellschaft geleistet hast!


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KÖNIGSPAAR 2010 :Hans-Jörg Stisser + Frauke Linnenbürger

Königspaar 2010/2011

Ein Traum geht in Erfüllung

Hans-Jörg Stisser holt sich den Königstitel der Oerlinghauser Schützengesellschaft

VON SUSANNE LAHR

UND GUNTER HELD

Oerlinghausen. Vielleicht hatte die extreme Hitze den Vogel schon ein bisschen mürbe gemacht. Auf alle Fälle stieben am Montagmorgen die Splitter bei jedem Schuss nach alten Seiten weg, die Insignien fallen wie reife Äpfel. Nur eine gute halbe Stunde nach der spaßigen Schau der Mobilen Schützen Katastrophen Kolonne (MSKK) im Festzelt ist es dann schon vollbracht: Hans-Jörg Stisser holt um 10.34 Uhr unter den Augen zahlreicher Zuschauer die letzten hölzernen Reste aus dem Kugelfang.

Schnell sind nur noch zwei ernsthafte Anwärter auf den Thron 2010/11 übriggeblieben. Jens Hartmann, der bereits 2006 Bierkönig war, möchte es wissen und Stisser, von allen nur Ha-Jö genannt. Abwechselnd treten sie zu Schießoffizier Frank Unterkötter und ans Gewehr. Hartmann scheint mit seiner Treffsicherheit die Nase vorn zu haben – jeder Schuss ein Splitterregen. Doch das bessere Ende hat mit dem 161. Schuss das 42-jährige Mitglied der 4. Kompanie für sich. Er wählt sich Frauke Linnenbürger zur Königin.
„Schon im Vorjahr haben wir überlegt, wer alles zu unserem Thron gehören könnte“, sagt Hans-Jörg Stisser zur Geschwindigkeit seiner nachfolgenden Thronbesetzung. Die Throndamen sind folglich Nicole Berghammer, Jessica Haverig, Karina Hartmann, Britta Ciesla, Irene Zimmermann, Ruth Linnenbürger, Ina Roller-Bunte, Jana Meyer und Mariola Reinecke. Gemeinsam mit seinen Damen möchte der Diplom-Ingenieur für Elektro-Technik, der seit vier Jahren in Oerlinghausen wohnt und seit sieben Jahren Mitglied der Schützengesellschaft ist, „einfach jeden Tag genießen“.

Die Insignienschützen sollen an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, zumal sie von der schnellen Truppe waren. Klaus Meschede schnappt sich mit dem 16. Schuss den Apfel, das Zepter fällt Christian Koch zu (32.) und Dirk Ciesla die Krone (37.). Viel härter gerungen wird am späten Nachmittag um die Würde des Bierkönigs. Diesen Titel trägt die nächsten zwölf Monate Andreas Schröder, der Alexandra Klei-Saamen zur Königin nimmt.

Der Schützenfest-Montag beginnt traditionell ganz, ganz früh in der Oerlinghauser Innenstadt und auf dem Rathausplatz . Bereits um 6.30 Uhr tritt das Bataillon vor der Melm’schen Hirschapotheke an, um von dort zum Rathaus zu marschieren. Dort werden Fahne und Bürgermeisterin Dr. Ursula Herbort gleichermaßen eingesammelt – und der Schützenspaß kann beginnen.

Traditionell eröffnet die Vümpfte den Klamauk. Dieses Mal kam Moderator Christian Hoffmann um eine eigene Sache nicht herum: Thema war natürlich die im vergangenen Winter unter der Schneelast zusammengebrochene Schützenhalle. Daraus soll jetzt das Schütze-Event-Center werden – inclusive Go-Go-Boy für die Sitzung der ehemaligen Königinnen.
Um 8 Uhr fällt am Steinbült der erste Schuss auf den hölzernen Aar. Nach einer Stunde wird dem bereits angefressenen Adler eine Verschnaufpause gegönnt, denn dann beginnt die kultverdächtige MSKK-Schau im gut gefüllten Festzelt. Die Mannen um Präsident Ralf Klocke haben sich erneut ein buntes Programm ausgedacht, das in diesem Jahr unter dem Motto steht: „Manno, Schützenhalle komplett kaputt“. Darum ist auch das mit Bürgermeisterin Herbort besetzte Spenden-Telefon ein wichtiger Aspekt. Dazu gibt es viel Prominenz mit Udo Jürgens, Robert Blanco, Peter Maffay, Conny Francis und Lena Meyer-Landruth und ein ganz spektakuläres Duo am Klavier. ¦

© 2010 Neue Westfälische
Bielefelder Tageblatt (OH), Dienstag 06. Juli 2010
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SUVY – die SchützenAPE

Alles, was das Schützenherz begehrt

Das neue „Schützen-Universal-Fahrzeug“ ist eine rollende Disko und Zapfstation

Wenn Oerlinghauser Schützen ihrer Kreativität freien Lauf lassen, kommt meist ziemlich viel Lustiges dabei heraus. Das ist nicht nur beim Spaß der Juxtruppen am Montag so. Mit einem jetzt in die Wirklichkeit umgesetzten Einfall haben drei Schützen sicher die Lacher auf ihrer Seite und außerdem ein neues Gefährt geschaffen, das allerhand kann.
Ernst Möller, Ulrich Birkemeyer und Wilfried Grabe sind die Erfinder eines „Schützen-Universal-Fahrzeugs“, das sie liebevoll „SUV’y“ nennen. „SUV’y“ ist eine dreirädrige Piaggio Ape, die die drei Schützen in 500 Arbeitsstunden umgebaut haben. „Wenn wir uns montags mit der Howe-Kompanie treffen, dann hatten wir immer keine Musik“, sagt Möller. Dem Abhilfe zu schaffen, daraus entstand die Idee, ein Fahrzeug umzubauen. Im Internet waren die drei Bastler schnell fündig geworden, so dass der Umbau schnell begonnen werden konnte. Aus Alustangen und Alu-Verbundplatten bastelten die Drei dem kleinen Transporter, der eine Mofa-Zulassung hat, einen komplett neuen Aufbau. Die Außenplatten sind dabei wie Flügeltüren aufklappbar. Darunter verbirgt sich fast alles, was das Schützenherz begehrt. Eine 1.600-Watt-Musik-Anlage, die es mit jeder kleineren Disko aufnehmen und alle gängigen Musikformate abspielen kann, ein Computer mit Flachbildschirm, auf dem Filme, Fotos und via DVB-T sogar Fernsehprogramme gezeigt werden können, und natürlich eine Zapfanlage mit Edelstahl-Spüle. Drei 50-Liter-Fässer kann SUV’y transportieren und bietet Stauraum für 80 Gläser. Damit die Ape bei den technischen Geräten nicht so schnell schlapp macht, wurde ihr eine Lkw-Batterie verpasst. Außerdem haben die drei Bastler einen Wasseranschluss für die Spüle gebaut.
Am Schützenfestsonntag soll „SUV’y“ seinen ersten offiziellen Einsatz auf dem Schützenplatz haben. Grabe, Möller und Birkemeyer sind damit aber noch lange nicht am Ende ihrer Kreativität. Derzeit arbeiten sie an einem als Anhänger für die Ape konzipierte mobile Grillstation sowie einem Toilettenwagen.

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